Am 30.01.2026 ist Welttag der vernachlässigten Tropenkrankheiten:
Mit Aufklärung Noma besiegen. Radio erreicht auch die entlegensten Regionen
Kempten, 28. Januar 2026
Am Welttag der vernachlässigten Tropenkrankheiten macht der Kemptener Verein Gegen Noma-Parmed e.V. auf eine Krankheit aufmerksam, die noch immer viel zu wenig bekannt ist und doch jedes Jahr tausende Kinder betrifft: Noma.
Seit 2023 ist Noma offiziell als 21. vernachlässigte Tropenkrankheit von der Weltgesundheitsorganisation anerkannt. Unbehandelt verläuft die schwere bakterielle Erkrankung in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. Dabei gilt: Noma ist vermeidbar und heilbar, wenn frühzeitig aufgeklärt wird und erste Symptome erkannt werden.
„Die Anerkennung durch die WHO war ein wichtiger Schritt. Doch entscheidend ist, dass Wissen dort ankommt, wo es Leben retten kann“, erklärt Jean-Jacques Santarelli, erster Vorstandsvorsitzender von Gegen Noma-Parmed e.V. „Aufklärung ist eines der wirksamsten Mittel, um Noma langfristig zu besiegen.“
Ein zentrales Instrument der Präventionsarbeit sind Radioprogramme und Radiospots, die in lokalen Sprachen über Ursachen, erste Symptome und Vorsorgemaßnahmen informieren. Das Radio ermöglicht es, Menschen auch in entlegenen Regionen zu erreichen, unabhängig von Infrastruktur, Bildungsstand oder Alphabetisierung.
„Viele Familien haben keinen Zugang zu schriftlichen Informationen. Das Radio ist oft die einzige verlässliche Informationsquelle im Alltag“, so Santarelli weiter. „Ein einfaches Radiogerät kann den entscheidenden Unterschied machen zwischen rechtzeitigem Handeln und lebenslangem Leid.“
Durch die Ausstrahlung von Radiospots können Inhalte niedrigschwellig vermittelt werden. Sie erreichen auch Menschen, die weder lesen noch schreiben können und schaffen Vertrauen durch lokale Sprachen und bekannte Stimmen. So wird Wissen Teil des Alltags und Prävention konkret erlebbar.
Während Noma in Europa nahezu unbekannt ist, gehört die Krankheit in Teilen Afrikas noch immer zum Alltag. Diese Ungleichheit will Gegen Noma-Parmed e.V. nicht hinnehmen.
Der Verein engagiert sich seit 2008 in der Aufklärung, Prävention und medizinischen Versorgung und arbeitet eng mit lokalen Partnern in Burkina Faso zusammen.
Zum Welttag der vernachlässigten Tropenkrankheiten am 30. Januar 2026 ruft der Verein dazu auf, den Fokus stärker auf
Aufklärung als Schlüssel zur Prävention zu legen. Denn Noma kann besiegt werden, wenn Wissen rechtzeitig ankommt.
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