Die Krankheit Noma

Die Krankheit Noma ist eine bakterielle Infektion, die sich vom Zahnfleisch ausgehend auf das gesamte Gewebe der Mund- und Nasenhöhle ausbreitet und dieses unwiederbringlich zerstört. Die Krankheit kann diese monströse Kraft entfalten, weil Betroffene ein stark geschwächtes Immunsystem haben, welches der Infektion keine Gegenwehr mehr bieten kann.

Deshalb sind vor allem Kinder betroffen

Besonders Kinder im Alter von 2-6 Jahren sind von Noma betroffen. Ihr Körper befindet sich in einer wichtigen Entwicklungsphase und benötigt dafür sehr viele Nährstoffe und Energie. Bekommt er diese auf Grund der Lebensumstände nicht, wird er geschwächt und anfällig für Krankheiten. 90% der Kinder, die nicht in den ersten 14 Tagen behandelt werden, versterben. 

Ein Wettlauf gegen die Zeit

Erkrankt ein Kind an Noma, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Krankheit hat einen rasend schnellen Verlauf, der in kürzester Zeit schwerste Schäden anrichtet. 

Wird die Infektion jedoch frühzeitig erkannt, kann sie mit einfachen Antibiotika sofort gestoppt werden. 

Ein Antibiotikum zur richtigen Zeit - zu Beginn der Erkrankung - kostet im Vergleich dazu nur 3,50 €.

Die Behandlung eines an Noma erkrankten Kindes dauert ein Leben lang und kostet bis zum Alter von etwa 30 Jahren eine Million Euro.

Tag 1-4
Die Krankheit Noma

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Am Zahnfleisch entsteht eine Entzündung, die sich auf das umliegende Gewebe in Mund und Wange ausbreitet.

In diesem Anfangsstadium ist Noma mit einfachen Antibiotika und Desinfektion der Entzündung vollständig und ohne Folgeschäden heilbar!

Tag 5-7
Die Krankheit Noma

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Die fortschreitende Entzündung zerstört das Gewebe unwiederbringlich. Es entsteht eine offene Wunde im Gesicht der Kinder. Die Gefahr einer Blutvergiftung ist sehr groß.

In dieser kritischen Phase der Krankheit sterben 80% der unbehandelten Kinder an Noma!

Tag 8-10
Die Krankheit Noma

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Die betroffenen Teile des Gesichts sind verloren. Das Gewebe stirbt ab und es entstehen teils größe Löcher in den Gesichtern der Kinder.

Neben den physischen Schäden sind die psychischen Schäden, die diese Krankheit hervorruft, unvorstellbar groß.

Ab Tag 10-14
Die Krankheit Noma

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Der von der Krankheit zerstörte Bereich beginnt zu vernarben und hinterlässt schwerste Folgeschäden. Betroffene können z.B. den Mund nicht mehr öffnen, da die Kiefermuskulatur verhärtet und blockiert, was weitere Folgen für die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme hat.

Eine vernachlässigte Tropenkrankheit

Seit 2023 zählt Noma offiziell zu den 21 vernachlässigten Tropenkrankheiten der WHO. Diese Anerkennung unterstreicht, dass Noma lange übersehen wurde – und dass gezielte Vorbeugung und frühzeitiges Handeln entscheidend sind, um Leid und schwere Folgen zu verhindern.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Noma hinterlässt schlimmste Schäden im Gesicht von Kindern. Über die Folgen, die diese für das weitere Leben und die Entwicklung haben, lesen Sie hier mehr.

DZI-Spenden-Siegel mit fünf Sternen und Text ‚Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) – Geprüft + Empfohlen

Darauf können Sie sich verlassen!

Für den verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern erhält Gegen Noma-Parmed e.V. seit 2013 vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) das Spenden-Siegel.

Ein Zeichen für Vertrauen.

Links Mutter füttert Baby, rechts Kind putzt Zähne (Illustration)

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